Yahoo unter Druck der Investoren

Yahoo gerät immer stärker unter Druck der eigenen Aktionäre, eine Übernahme durch Microsoft zu akzeptieren.

yahoo_logo_1.jpgMehrere institutionelle Investoren forderten gestern sich mit dem Konkurrenten an einen Tisch zu setzen, anstatt weiter nach Alternativen zu suchen. Das Angebot Microsofts von 31 Dollar pro Aktie sei besser für die Aktionäre als alle anderen Lösungen, die das Yahoo-Management derzeit diskutiere. Die Unternehmensspitze hatte die Microsoft-Offerte als zu niedrig abgelehnt. Zuletzt verhandelte er Berichten zufolge mit dem Medienunternehmer Rupert Murdoch über eine Kooperation, die diesem rund 20 Prozent der Anteile an Yahoo bringen würde.

Nach Meinung der Investoren, würde jedoch keine dieser Alternativen auch nur annähernd so viel Wert schaffen wie das Angebot von Microsoft. Zwei Pensionsfonds aus Detroit, die Anteile an dem Internetkonzern halten, reichten zudem Klage gegen den Vorstand ein, mit der Begründung das Yahoo-Management widersetze sich “aus persönlicher Abneigung” gegen das Angebot Microsofts. Die Suche nach anderen Partnern vernichte aber Wert und schade damit den Interessen der Aktionäre. microsoft_logo_iso_1_1.jpg

Firmengründer Jerry Yang war im vergangenen Juni an die Spitze des Unternehmens zurück gekehrt, hatte die Talfahrt aber nicht stoppen können. Yahoo verzeichnete acht Quartale in Folge sinkende Gewinne. Vor dem Übernahmeangebot hatte sich der Aktienkurs innerhalb von zwei Jahren fast halbiert. Es sei unwahrscheinlich, dass Yang derjenige sein wird, der den Umschwung schafft.

Microsoft bemüht sich derweil, die Yahoo-Mitarbeiter auf seine Seite zu ziehen. In einer Mail, die das Unternehmen auf seiner Internetseite veröffentlichte, wies man Befürchtungen vor einem massiven Stellenabbau nach der Übernahme zurück. Es werde zwar bei einem Zusammenschluss dieser Größe einige Überschneidungen geben. Microsoft sei aber ein Wachstumsunternehmen und habe allein seit 2005 mehr als 20 000 Leute eingestellt.

via: Handelsblatt