YouTube will Kinofilme anbieten
Wie der US-Branchendienst CNet berichtet, verhandelt YouTube Eigner Google mit mindestens einem Hollywoodstudio darüber, mit Werbung versehene Filme auf dem Portal anzubieten.
Spielfilme gibt es auf Youtube eine Menge. Nutzer laden sie gern, meist in mehrere Folgen aufgeteilt, auf das Videoportal. Ohne Genehmigung versteht sich. Spürt Youtube diese Inhalte auf, werden sie gelöscht.
Künftig soll Youtube aber ganz legal Spielfilme anbieten. Derzeit verhandele Youtube-Besitzer Google darüber “mit mindestens einem der größten Hollywoodstudios”, berichtet der US-Branchendienst CNet. Als Quelle beruft sich CNet auf zwei hochrangige Mitarbeiter eines Unterhaltungskonzerns, die von den Verhandlungen wissen.
Die Filme sollen mit Werbung versehen werden, wobei einer der noch offenen Verhandlungspunkte sei, in welcher Form die Werbung einblendet werden soll. Grundsätzlich scheinen sich die Verhandlungspartner nach mehreren Monaten jedoch einig zu sein.
Wenn alles gut laufe, könnte der Dienst “in den kommenden 30 bis 90 Tagen” starten. Google äußerte sich nur vage dazu. Man verhandele mit verschiedenen Unterhaltungsunternehmen, um Nutzern, Partnern und Werbekunden die größte Auswahl bieten zu können, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem Branchendienst.
Youtubes Versuch, solche kommerziellen Inhalte anzubieten, kann auch als Reaktion auf den Erfolg von Hulu gewertet werden. Der im März 2008 gestartete Videodienst, bietet Spielfilme und Folgen aus TV-Serien, in die Werbung eingeblendet wird an. Damit hat er offensichtlich mehr Erfolg bei der Werbewirtschaft als Youtube mit seinen von Nutzern erstellten Videos: Obwohl die Zahl der Nutzer deutlich geringer ist als die von Youtube, soll Hulu in seinem ersten Jahr genauso viel Geld mit Werbung verdient haben wie Youtube.
Ob diese Spielfilme dann jedoch auch außerhalb der USA aufgerufen werden können, dürfte fraglich sein: Dienste wie Hulu oder auch der iPlayer der BBC überprüfen die IP-Adresse des Nutzers und erlauben Zugriffe nur aus dem Inland.
via: Golem