Klassische Werbung wird digital

Der rasante Einfluss des digitalen Zeitalters auf die klassiche Werbung lässt Entscheider umdenken.

Auf der anderen Seite verschmelzen beide Formen immer mehr miteinander. Online-Dienstleister investieren beispielsweise stärker in traditionelle Medien. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) leitet daraus zweierlei Entwicklungen ab: “Werbekanäle im Internet bräuchten die Werbequalitäten der traditionellen Medien für die Hinlenkung auf ihr eigenes Angebot womit sie gleichzeitig als Effekt einen monetären Beitrag für die Stabilität des vorhandenen Mediensystems lieferten.”

Während Staatsschuldenkrisen und Sorgen um das Wirtschaftswachstum ausgedehnte Bereiche belasten, ist die Werbebranche auf einem positiven Weg. Deutlich wird dies durch die voraussichtliche Steigerung der Investitionen um 1,4 Prozent auf 29,94 Mrd Euro von Investitionen in Löhne und Gehälter, Produktion von Werbemitteln und in die Verbreitung von Werbebotschaften. Ausschlaggebend für einen positiven Abschluss des Werbejahrs 2011 ist allerdings die Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts.

Die Trendanalyse für den deutschen Werbemarkt des ZAW unterstreicht dabei speziell den wachsenden Einfluss von Konsumentengruppen auf konkrete Werbeprojekte.

Weiterhin wird in der ZAW-Herbstumfrage deutlich, dass 74 Prozent der befragten, werbenden Unternehmen die Eingriffe der Politik mit Sorge betrachten. Dem Nachwuchsmangel sehen Investoren von Werbung, Medien und Agenturen ebenfalls kritisch entgegen.