Zehn wichtige Trends im Mobile-Marketing

Vor einer Vielzahl von Prognosen und Studien steht der, der verlässliche Daten für Mobile-Marketing sucht. Die Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht schafft jetzt Abhilfe. Auf Grundlage der Daten von 56 Studien wurden dort realistische Basisdaten für den mobilen Markt in Deutschland herausgearbeitet.

Mehr als 50 Untersuchungen zum Thema Mobile-Marketing sind in den vergangenen Jahren erschienen. Allerdings weichen die Ergebnisse dramatisch voneinander ab, wie die aktuelle Studie ‘Mobile Research Guide 2008′ der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht Management Consultants. Deshalb sollten Werbetreibende und Agenturen

“ganz genau hinsehen, welche Zahlen man der eigenen Planung zugrunde legt”

, rät Dr. Marco Olavarria, geschäftsführender Gesellschafter Kirchner + Robrecht.

Während je nach Studie die Zahl der mobilen Internetnutzer zwischen drei Millionen (12 Prozent) und im günstigsten Fall bei 17 Millionen (40 Prozent) liegt, gehen die Marktforscher von rund 17 Prozent aus. Damit ist knapp jeder fünfte Deutsche über Mobile Marketing erreichbar. Einig sind sich alle Marktforscher, dass sowohl die Nutzung des mobilen Internets als auch die Nutzung von mobilen Diensten zukünftig zunehmen wird. Allerdings variieren auch hier die Zahlen für die unterschiedlichen Dienste. Die Range beim mobilen E-Mailing variiert von fünf Millionen (sechs Prozent) bis elf Millionen (14 Prozent) Nutzer. Realisitisch sei, so die Ergebnisse des ‘Mobile Research Guide’, dass rund acht Millionen Deutsche E-Mails über das Handy verschicken oder erhalten.

Ähnlich weit auseinander liegen auch die Schätzungen des weltweiten mobilen Werbemarktes. Die untersuchten Studien prognostizieren bis zum Jahr 2011 ein Marktvolumen zwischen fünf und 19 Milliarden Dollar. Kirchner + Robrecht halten ein mittelfristiges Marktvolumen bis 2011 von knapp zwölf Milliarden Dollar für erreichbar. Etwas genauer sind dagegen die Prognosen für den deutschen Markt. Für das laufende Jahr prognostizieren die Marktforscher Investitionen in mobiles Marketing von rund 750 Millionen Euro. 2010 soll das Investitionsvolumen 1,6 Milliarden Euro erreichen.

Klarer Wachstumstreiber ist Mobile Advertising. Die Bedeutung von Banner- und Suchwortwerbung steigt mit zunehmender Verbreitung des mobilen Webs. Aber auch mobiles Permission-Marketing sowie Mobile-Direct-Response-Marketing wird nach Ansicht der Studienautoren an Bedeutung gewinnen. Der größte Teil der mobilen Werbeausgaben entfällt auf Display und Mobile Search Advertising. In Deutschland investieren Werbetreibende zudem stark in Direct-Marketing Maßnahmen.

Auf diese folgenden zehn Trends des mobilen Internets aus dem ‘Mobile Research Guide’ sollten Sie achten:

  • Mobile Kommunikationsdienste werden intensiver genutzt als Unterhaltungsdienste. Daher bieten sie eine breite Plattform für Werbetreibende: Rund 86 Prozent der Deutschen verschicken SMS, während 30 Prozent MMS und zehn Prozent E-Mails nutzen
  • Obwohl derzeit mobile Messaging noch relativ wenig genutzt wird, soll sich die Nutzung künftig verdreifachen. Treiber für die Dienste sind vor allem Jugendliche, die Instant-Messaging am PC nutzen, sowie die steigende Zahl von Instant-Messaging-fähigen Handys. Allerdings befürchten die Provider eine Kannibalisierung ihrer Textnachrichten-Umsätze. Daher ist derzeit ihr Interesse an mobilen Instant-Messaging-Angeboten noch gering.
  • Mobilfunknutzer informieren sich im Mobile Web am häufigsten über das Wetter, Sport und lokale sowie nationale Nachrichten.
  • Informationsdienste, wie die mobile Suche, werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Markt für mobile Suche soll sich in den nächsten fünf Jahren mehr als verdreifachen. Der größte Teil der Mobile-Search-Erlöse wird derzeit noch über Gebühren erzielt. Ab 2013 sollen die Werbeerlöse im Mobile Search Markt enorm ansteigen.
  • Der größte Teil der Werbeausgaben wird auf Local Mobile Search Services entfallen. Die Marktforscher rechnen mit 43 Prozent der Werbeausgaben im Zeitraum von 2008 bis 2013.
  • Im Bereich Location Based Services wird ein enormes Wachstum erwartet – dafür spricht einerseits das zunehmende Interesse an lokalen Diensten und andererseits der steigende Ausstattungsgrad von Endgeräten mit GPS.
  • Im Bereich Unterhaltungsdienste besteht mittel- und langfristig großes Potenzial, kurzfristig wird es keinem Durchbruch geben.
  • Die mobile Nutzung von Social Networks soll sich in den nächsten fünf Jahren versiebenfachen.
  • Bei den Transaktionsdiensten werden zukünftig vor allem Mobile-Payment-Verfahren und Mobile Ticketing intensiver genutzt
  • Mobiles E-Commerce wird an Bedeutung gewinnen – Jeder vierte Deutsche kann sich vorstellen, mobil zu shoppen

via: iBusiness